K a r a t e - N a c h l e s e

1.) Ferienkurs "Starke Mädchen - starke Jungs" /

                           Selbstverteidigung und Selbstbehauptung

 

2.) Ehemaligentreffen am 2.10.2010 im Outift

 

3.) Gasshuku 2008 in Hannover

 

 

1. ) Ferienkurs “Starke Mädchen-starke Jungs”

 

In den Herbstferien veranstaltete Alfred Nesper, hauptamtlicher Karate-Trainer des ATS Cuxhaven, einen fünftägigen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Die Resonanz war so überwältigend, dass die Teilnehmer in mehrere Altersgruppen unterteilt werden mussten, in denen dann miteinander und nacheinander trainiert wurde. Allerdings kam auch der theoretische Teil nicht zu kurz, denn um Übergriffe jeglicher Art schon im Voraus zu vermeiden, gibt es verschiedene Faktoren, die sich die Kinder zunächst bewusst machen mussten, um ihren Einsatz später zu üben. Dazu gehört als erstes der aufrechte selbstsichere Gang, aber auch die entsprechende Aufmerksamkeit, um mögliche Täter überhaupt erst einmal wahrzunehmen, diesen auszuweichen, Kontakt zu vermeiden und sich als erstes mit seiner Stimme zu wehren. Natürlich lautet das oberste Gebot für ein Kind immer “WEGLAUFEN !!!”, aber sofern diese Möglichkeit nicht (mehr) gegeben ist, hat Alfred Nesper den Kindern doch so manchen Trick beigebracht und versucht, Reaktionen seitens der Kinder auf derartige Situationen zu schulen, damit im Falle eines Falles hoffentlich die eine oder andere Erinnerung an diesen Kurs zurück kommt und die Kinder ein entsprechendes Verhalten einfach schon einmal erlebt haben.

In Partnerübungen werden Situationen nachgestellt und richtiges Reagieren geschult. In Partnerübungen werden Situationen nachgestellt und richtiges Reagieren geschult.

Dabei kamen auch Elemente aus dem Karate zum Einsatz: Schlag- und Tritttechniken wurden u.a. mit Pratzen trainiert. Am letzten Tag zeigte sich dann, was die Kinder gelernt hatten und wer in der Lage war, diese neuerworbenen Kenntnisse auch anzuwenden. Im Beisein der meisten Eltern stellte der Trainer verschiedene Situationen nach, denen die Kinder aus dem Weg gehen oder in denen sie entsprechend reagieren und sich unter Umständen auch zur Wehr setzen sollten. Das gelang nicht bei allen Kindern - umso mehr zeigt dies aber, dass man solche Kurse so oft wie möglich wiederholen sollte, damit “richtige” Reaktionen und Verhalten ohne Überlegen stattfinden können. Zum Abschluss zeigten vier Karatekas des ATSC noch einen Ausschnitt aus dem Shotokan-Karate, das in erster Linie ein Kampfsport zur Verteidigung ohne Waffen darstellt, denn “karate” heißt wörtlich “leere Hand”.

 

Der nächste Kurs in dieser Art ist für die erste Osterferienwoche 2011 geplant.

Wer möchte, kann allerdings auch ganz unverbindlich in das Karatetraining des ATSC hineinschnuppern. Die Anfänger trainieren dienstags von 17.00 bis 18.15 Uhr und donnerstags von 16.45 - 18.00 Uhr in den Turnhallen der Süderwischschule.

 

 

 

                                                                                                                  HLes 1.11.2010

2.) Ehemaligentreffen - 35 Jahre ATSC-Karateabteilung

Am letzten Wochenende trafen sich nach langer Zeit die ehemaligen und teils auch noch aktive Karatekas des ATSC zum ersten Ehemaligentreffen im Outfit (wir berichteten).

Die früheren Karatekas kamen nicht nur aus Cuxhaven und umzu, sondern hatten oft eine längere Anreise hinter sich. Nicht nur aus Schortens, Wadenburg bei Oldenburg und Göttingen, sondern auch aus Mainz, Berlin, München und sogar aus Toulouse/Frankreich fanden sie den Weg in die ehemalige Heimat.

Das Programm begann pünktlich um 15:00 Uhr für alle, die noch einmal ausprobieren wollten, was denn von früher noch „hängen geblieben“ ist. Einige der Sportler hatten Jahrzehnte lang nicht mehr trainiert, andere sind heute noch aktiv. Trotzdem holten viele Nichtaktive ihren alten Karateanzug aus dem Schrank und nahmen am gemeinsamen Training teil.

           

Sound-Karate mit Ulrike - erst belächelt, dann erschöpft ! Sound-Karate mit Ulrike - erst belächelt, dann erschöpft !

Trainer Alfred „Ali“ Nesper war überrascht, mit welchem Elan die Sportler die Übungen absolvierten. Außer an Konditionsschwäche war kaum zu erkennen, dass der eine oder andere doch lange Zeit pausiert hatte. Ganz neu war für die „Alten“ das neuerdings vom ATSC angebotene „Sound-Karate“ , bei dem u.a. Karatetechniken zu rhythmischer Musik ausgeführt werden. Zunächst wurde dies ein wenig belächelt, aber schnell stellte man fest, dass mit zunehmender Geschwindigkeit der Musik Konzentration und Kondition stark gefordert wurden. Im Anschluss bedankte sich der Trainer für die gute Beteiligung und lud die Aktiven zur Entspannung zu einem Saunabesuch ein, in der Hoffnung, dass der Muskelkater am nächsten Tag nicht so stark werden würde.

Um 19:30 Uhr begann dann der gemütliche Teil. Zunächst begrüßte der langjährige ehemalige Abteilungsleiter Günter Weber die Anwesenden, auch im Namen des Gründers der Karate-Abteilung und Trainers Gerd Trakowsky sowie im Namen des heutigen Trainers Alfred Nesper. In einem kurzen Rückblick ließ er die 35 Jahre von der Gründung bis heute noch einmal Revue passieren und beendete damit den „offiziellen Teil“, damit das Buffet eröffnet werden konnte. Natürlich wurde es dann ein schöner Abend mit vielen interessanten Gesprächen, bei dem so manche Neuigkeiten und Entwicklungen der vergangenen Jahre ausgetauscht wurden. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass diese Veranstaltung im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden sollte.

Ab 2011 wird dann regelmäßig alle zwei Jahre ein Ehemaligentreffen der Karatekas stattfinden.

Bedanken möchten sich alle Teilnehmer bei Gunner Stier und Daiva für die tolle Ausrichtung der Feier in den Räumlichkeiten des Outfit.

 

                                                                                       HLes, 7.10.2010

Ein großer Teil der Ehemaligen hat am Training teilgenommen... Ein großer Teil der Ehemaligen hat am Training teilgenommen...
Spaß beim Gasshuku hatten unsere ATSC-Karatekas (v.l.) Ingeborg Tarara, Inka Kimmich, Ulrike Rathkamp, Ali Nesper, Elisabeth Sonnenberg, Lars Christmann, Jens Loibl, Thomas Twieg).Spaß beim Gasshuku hatten unsere ATSC-Karatekas (v.l.) Ingeborg Tarara, Inka Kimmich, Ulrike Rathkamp, Ali Nesper, Elisabeth Sonnenberg, Lars Christmann, Jens Loibl, Thomas Twieg).

3.) Auf zum Gasshuku !

 

 

Acht erwachsene Karatekas unserer Dojo-Gemeinschaft machten sich am letzten Sonntag im Juli auf den Weg nach Hannover zum Gasshuku.

 

Die Unterbringung in der Landessportschule Niedersachsen war perfekt, hatte man doch die Trainingshallen in unmittelbarer Nähe.

 

Das Programm hatte es in sich: drei Trainingseinheiten täglich: morgens eine Stunde Kata, zwei Einheiten à 1,5 Stunden für Kihon und Kumite.

Für die Ersten ging es Montag morgen schon um 7 Uhr los, zu diesem Zeitpunkt war die Luft noch angenehm kühl und nicht so stickig. Da es aber eine der heißesten Wochen in diesem Sommer wurde, war das Klima in einer eher schlecht belüfteten, mit über hundertfünfzig schwitzenden Karatekas vollgestopften Halle nach kurzer Zeit entsprechend: Temperatur 40° C, Luftfeuchtigkeit 95 %, Sauerstoff 0%!!!

In jedem Flugzeug wären schon längst die Sauerstoffmasken heruntergekommen, hier schaute man vergebens zur Decke!

 

Aber getreu dem Motto: Was uns nicht umbringt macht uns nur härter, wurde eifrig trainiert und die total durchgeschwitzten Karate-Gis in den Pausen einfach in die Sonne zum Trocknen gelegt.

 

Trainingsende war spätestens um 16.30 Uhr, so blieb jedem noch ein bisschen Zeit zum Erholen oder für ein kurzes Schläfchen, bevor ins Abendprogramm gestartet wurde. Entweder saß man im Festzelt gemütlich beisammen, oder man machte sich gemeinsam auf den Weg in die Innenstadt, vorbei am malerischen Maschsee und dem beeindruckenden Rathaus, um ein nettes Lokal oder Restaurant zu finden. In das Restaurant „Ständige Vertretung“ zog es uns gleich zweimal. Die zum Teil namentlich sehr phantasievollen Gerichte wie: 1001-Nacht-Salat, Kanzlersteak und Bundestagsteller wurden geschmacklich wie auch portionsmäßig sogar den Anforderungen eines ausgehungerten Karatekas gerecht. (Zwei Currywürste in Form von Riesenpythons mit XXXL-Pommes und Salat müssen erst einmal geschafft werden!!!)

 

Aber auch im Karatefestzelt gab es Programm. Bei einem Karaoke-Abend rockten

einige von uns noch zu späterer Stunde bei heißen Rhythmen und toller Stimmung ab. Das Singen haben wir aber doch lieber den Anderen überlassen ! Klar, dass das Aufstehen am nächsten Morgen etwas schwieriger fiel als sonst, aber es wurde keine Trainingseinheit verpasst!!!

 

Bis zur letzten Einheit wurde noch voller Einsatz verlangt; so verließ man am Schluss erschöpft aber gleichzeitig auch stolz über das abgeleistete Trainingspensum die Halle. Ein paar von uns blieben noch zur großen Abschiedsparty am Abend, die Meisten zog es jedoch nun wieder heim zu Haus und Familie.

 

Fazit dieser Woche: Wir haben viel trainiert, viel geschwitzt und viele Ideen und Anregungen bekommen, die es nun beim Training im Dojo umzusetzen gilt! Außerdem hatten wir eine tolle Gemeinschaft, viel Spaß und haben viel gelacht über Zuckerstücke, quakende Frösche und ihre Teiche, zerstörte 3. OG’s, schwer liegenden Lachs und Riesenpythons auf Tellern! (Ein paar Insider müssen einfach sein !)

 

Und wenn dieser einwöchige Lehrgang mit hochrangigen Shihans und Senseis , der immer in den Sommerferien stattfindet und deren Ausrichter 2008 die Stadt Hannover war, mal wieder hier im Norden ausgerichtet wird, heißt es hoffentlich wieder für viele von uns: Auf zum Gasshuku!!!

 

IK / Hles, 25.8.08