Leichtathletik

Abteilungsleiter:

 

Gerd Brandes
Joachim-Ringelnatz-Str. 42

27476 Cuxhaven

Tel.: 04721-426090

Fax: 04721-426091

Jens Huff und seine wilde Horde

Nach getaner Arbeit (v.l.): Irina Majid, Levin Ulrich, Larissa Hachtmann und Vanessa Matthies. Eine Hälfte der Gruppe fehlte an diesem Trainingsabend. Im Hintergrund: Übungsleiter Jens Huff. Foto: put
Nach getaner Arbeit (v.l.): Irina Majid, Levin Ulrich, Larissa Hachtmann und Vanessa Matthies. Eine Hälfte der Gruppe fehlte an diesem Trainingsabend. Im Hintergrund: Übungsleiter Jens Huff. Foto: put

 

Das Ziel ist gesteckt. Die Teilnahme an einer Teilstrecke des Cux-Marathons am 7. Mai soll es sein, blickt Jens Huff in die Zukunft. Dahin möchte er seine junge Leichtathletikgruppe bringen. Ja, warum denn nicht?

Jeden Montag und Donnerstag übt die kleine Horde nachmittags in der Rundturnhalle. Knapp eineinhalb Stunden lang. Die Leichtathletik ein weites Feld mit insgesamt 24 Disziplinen, 13 in Laufschuhen. Der technische Rest reicht von D wie Diskuswerfen bis W wie Weitsprung. Dazu kommen noch die Mehrkämpfe.

Nun, so weit sind Greta Schleyer, Irina Majid, Levin Ulrich, Larissa Hachtmann oder Vanessa Matthies noch nicht, die sich an diesem Montag zunächst aufwärmen in der Halle. Wettkämpfe haben bislang keine bestritten. Dabei muss es, siehe oben, nicht bleiben.

Allerdings: Vor Urkunden und Medaillen haben die Leichtathletikgötter den Schweiß gesetzt. Und, mindesten ebenso wichtig, den Spaß. Denn Jens Huff, der Übungsleiter mit der Erfahrung einstiger Moderner Fünfkämpfe (und einigem mehr), fordert zwar, achtet aber sehr darauf, nicht zu überfordern. Lachen und Leistung, heißt der Schlüssel.

Sie floppen im positiven Sinn

 

Da tollen Levin und Larissa wie junge Hunde durch die Halle, und wenig später stemmt der 16-Jährige Hanteln, während die ein Jahr ältere Larissa, die in einem anderen Leichathletik-Kursus  Bernd Lange assistiert, über die auf 1,20 Meter gelegte Querstange floppt. Floppt im positiven Sinn.

Um Ausdauer kann es üblicherweise bei Hallenübungen nicht gehen. Aber Schnellkraft, Dehnen und Beweglichkeit sind machbar unter dem Dach. Und Technikübungen wie Starts aus dem Startblock. Oder Sprints mit einem gut 20 Kilo schweren Gewichtsschlitten, den Jens Huff mit Filzplatten penibel auf den Halleneinsatz vorbereitet hat. Da muss auch die feingliedrige Greta (15) ran, die mit ihrem eleganten Laufstil bestens auf Mittelstrecken oder beim Hochsprung aufgehoben ist. Während Corona hat sie angefangen mit dem Laufen, hat ihr erstes Sportabzeichen gemacht und sich entschieden, dem ATSC beizutreten.

Larissa weiß die Leichtathletik zu schätzen, weil sie „so schön abwechslungsreich“ ist. Laufen ist ihr am liebsten, aber das eigene Rennrad darf es auch sein.

Anders als Levin und Larissa, die beiden Wirbelwinde, bilden Greta, Nesthäkchen Estefania (11), Vanessa, die schon seit vier Jahren dabei ist, und Irina eher die stille Fraktion. Bei Irina ist das sicher verständlich. Die Austauschschülerin aus der Nähe von Bordeaux in Frankreich, der man ihre 17 Jahre nicht ansieht, scheint Ausdauer ohne Ende zu haben. Sie läuft seit ihrem zehnten Lebensjahr, räumt sie ein. Einem Verein aber gehört sie bisher nicht an. Das könnte sich ändern.

 

Badminton als weitere Herausforderung

„Ich liebe die Herausforderung“, posaunt Levin fröhlich durch die Halle. Laufen mag er, Badminton auch. Und Speerwurf würde ihn reizen. Gemach. In der Halle geht das nicht. Aber seine Zeit wird mit der sprießenden Natur draußen kommen. Bis dahin bleibt montags die Halle das Ziel.

Wer mal reinschnuppern und sich ausprobieren möchte: Montags und donnerstag, von 16.30 Uhr bis 18 Uhr, bittet Jens Huff in die Rundturnhalle. Zwischen elf bis 17 Jahre sind seine aktuellen Gruppenmitglieder alt. Der Übungsleiter würde gerne noch ein paar weitere junge Sportler begrüßen. Unverbindlich, versteht sich. Bedingung: Sie sollen Spaß an der Bewegung haben. Da ist es wieder, das Wort: Spaß.

put 3.2.2023

Helmut Brüning wird 3x Weltmeister in Malaga

 Foto: Jan Unruh, CN
Foto: Jan Unruh, CN

In diesem Jahr wollte es Helmut Brüning noch einmal wissen. Nach unglaublich vielen Erfolgen und Siegen bei Landes- und Deutschen Meisterschaften, die Helmut über die Jahre gesammelt hat, und mit ähnlich vielen Rekorden im Rücken hat er sich dieses Jahr gemeinsam mit Trainer und Betreuer Otto Schunk auf die Weltmeisterschaft der Senioren im spanischen Malaga vorbereitet.

 

 

Die Generalprobe Ende Juni meisterte Helmut mit Bravour und holte bei den Deutschen Leichtathletik-Seniorenmeisterschaften in Mönchengladbach in seiner Altersklasse M85 gleich dreimal Gold.

 

Nach zwei weiteren Monaten mit täglichem Training auf dem Sportplatz am Strichweg ging es dann Anfang September endlich nach Spanien. Helmut war aufgeregt und bescheiden, aber auch ehrgeizig, denn zumindest seine Konkurrenten und deren Leistungen kannte er ja von den Deutschen Meisterschaften.

 

In Spanien trafen sich dann etwa 8500 Sportler aus aller Welt und Helmut genoss es, dabei zu sein, die vielen netten Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern, die Kulturen und Sprachen, aber eines verbindet sie alle – die Liebe zur Leichtathletik.

Foto: Jan Unruh, CN
Foto: Jan Unruh, CN

Der erste Wettkampf war gleich ein Riesenerfolg: Helmut trat zum Hammerwurf an und legte gleich beim ersten Wurf 31,16 m vor. Das hätte eigentlich schon gereicht, denn seine 13 Konkurrenten kamen schon an diese Weite nicht heran, aber im fünften Versuch steigerte er sich nochmal auf 32,83 m und sicherte sich so seine erste Goldmedaille. Damit ging sein Traum in Erfüllung: Weltmeister!!

 

Aber es standen ja noch drei weitere Disziplinen an. Im Diskuswurf schrammte er knapp am Treppchen vorbei und belegte den undankbaren vierten Platz, aber dann drehte Helmut nochmal richtig auf:

 

Hochsprung – seine Leistung von 1,12 m bedeutete schon wieder eine Goldmedaille, denn da konnten die anderen elf Leichtathleten nicht mithalten.

Aber alle guten Dinge sind drei und so legte Helmut einen Tag später nochmal nach und holte auch im Gewichtwurf Gold! Gleich sechs Mal warf Helmut weiter als 12m und sicherte sich letztlich mit einer Weite von 12,54 m und fast einem Meter Abstand zu seinem Verfolger erneut den Titel. 

Viele Dank an Jan Unruh von den CN, der uns die tollen Fotos zur Verfügung gestellt hat.
Viele Dank an Jan Unruh von den CN, der uns die tollen Fotos zur Verfügung gestellt hat.

Drei Weltmeistertitel, drei Goldmedaillen und eine besondere Auszeichnung für sportliche Fairness hatte Helmut auf seinem Rückflug nach Hannover im Gepäck.

Dort nahm ihn Otto Schunk in Empfang und es gab viel zu erzählen, von Wahnsinnserfolgen und tollen Erfahrungen – Erinnerungen, die man nie vergisst.

Helmut, wir sind stolz auf dich !!!

HLes, 7.11.2018

ATSC-Leichtathleten bei Europameisterschaften 2018 in Berlin

Vom 6.-8. August machten sich elf Leichtathletinnen und -athleten des ATSC auf den Weg zur Leichtathletik-Europameisterschaft nach Berlin.

 

 

Am Montagmorgen waren alle pünktlich um 7:45 Uhr am Startbahnhof in Cuxhaven. Anschließend folgte eine viereinhalbstündige Fahrt über Harburg, Uelzen und Stendal. Erschöpft, aber doch erwartungsvoll, kamen die jungen Sportler in Berlin an. Das Meininger Hostel war nicht weit vom Bahnhof entfernt und ersparte eine weitere Fahrt mit dem Nahverkehr. Da die Gruppe recht früh im Hostel eintraf, war ein Bezug aller Zimmer noch nicht möglich. Nachdem wir unser Gepäck immerhin in einem Zimmer unterstellen konnten, ging es weiter in Richtung Alexanderplatz. Von dort konnten die Kinder und Jugendlichen die nähere Umgebung auf eigene Faust erkunden. Die ersten guckten sich den dort stattfindenden Markt an, andere nutzen die Zeit für ein kurzes „Shopping-Gelage“, viel Zeit dafür blieb nicht. Nochmal kurz zurück ins Hostel, schnell das Notwendigste holen und weiter zum Olympiastadion.

Am Montag fanden die ersten Qualifikationen der Männer im Hammerwurf, Weitsprung und 400 m-Hürdenlauf statt. Männer und Frauen starteten im 100 m-Lauf. Die Spitzensportler wurden dabei lautstark vom ATSC angefeuert und bejubelt. Nachdem der ganze Nachmittag sitzend verbracht wurde, ging es nach dem Abendessen weiter zum Breitscheidplatz. Auf der dort stattfindenden Europäischen Meile kamen wir genau rechtzeitig zur Eröffnungsfeier, um dem bekannten Sänger Michael Schulte zu lauschen. Spätestens beim abschließenden Feuerwerk holten alle ihre Handys raus und filmten das Spektakel. Nach einem langen Tag ging es zurück ins Hotel, wo dann überraschend schnell Ruhe einkehrte.

Hier wird Platz gespart!!                             Unser ATSC-Nachwuchs im gut besuchten Olympiastadion!

 

 

Der Dienstagmorgen begann nach dem Frühsport mit einer Stadtrallye quer durch Berlin. Dabei sollten die Jugendlichen einige Sehenswürdigkeiten besuchen, Informationen sammeln und Fotos schießen. Dabei sahen sie z.B. das Schloss Bellevue oder auch die Siegessäule. Im Anschluss an die Rallye hatten die Kids Freizeit bis zum Mittagessen. Nach einer kurzen Mittagspause besuchten wir die Kuppel des Reichstags, wobei wie unsere sportlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen durften, um pünktlich zu sein. Der Besuch der Kuppel konnte bei sonnigen 35 Grad Celsius richtig genossen werden. Um uns wieder abzukühlen, luden uns die Geburtstagskinder Larissa & Cecelia Hachtmann auf ein Eis ein. Zum Abend ging es wieder ins Olympiastadion, wo uns wirklich viele Highlights erwarteten. Wir waren dabei als Gina Lückenkemper Silber im 100 m-Lauf und David Storl mit gerade mal zwei gültigen Versuchen Bronze im Kugelstoßen holten. Bei einem leckeren Abendessen bei „Vapiano“ ließen wir den Abend ausklingen.

 

 

                                                                      Die ATSCer in Berlin

(v.l. Lotte, Sarah, Nikita, Leo, Julian, Laura, Tom, Larissa, Merle, Cecelia, Jule, Trainer Torben Kunze)

Am Mittwoch folgte nach Frühsport und Frühstück das Auschecken. Zum letzten Mal ging es in die Stadt, um die letzten Besorgungen zu machen. Wieder im Hotel nahmen wir unser Gepäck, suchten vergeblich nach einem verloren gegangenen Handy und gingen dann zum Bahnhof. Aufregung machte sich breit, als jemand im Bahnhof verloren ging, dann aber doch schnell wieder zur Gruppe zurückgefunden hat. Über Hamburg erreichten wir Cuxhaven am frühen Abend. Alle Kinder und Jugendliche machten einen zufriedenen Eindruck, der nur durch den Gedanken an den nächsten Schultag getrübt wurde. Dies zeigt umso mehr, wie gern sie länger in Berlin geblieben wären.

 

Begleitet wurde die Fahrt von Trainer Torben Kunze und den Eltern Clarissa Schröer und Kai Schmengler.

 

TK/HLes, 22.08.2018

               (v.l. Trainer Torben Kunze, Merle, Hailey, Nikita, Julian, David, Jule, Selina, Leo, Tim, Lotte, Sarah)